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Kita Otto-Grimm-Straße wiedereröffnet

Viele Gäste wollten die umgebaute Kita Otto-Grimm-Straße (jetzt Pfarrer-Schmitz-Straße) bei der Eröffnungsfeier sehen und drängten sich in den Mehrzweckraum, um die kurzweiligen Ansprachen zu hören.

Dr. Renke Mottweiler, der als Leiter des Bauausschusses von Wiesdorf den Bau überwacht hat, erklärte kindgerecht, was die Schwierigkeiten beim Umbau waren. Es konnte nämlich nicht einfach Stein auf Stein gesetzt werden. "So wie es ist, wenn Ihr nasse Füße habt, mussten wir bei den Gummistiefeln des Gebäudes anfangen", so Mottweiler. Nun verfüge das Fundament über warme und trockene Socken. Ein weiteres Detail sind die abgehängten Decken, die eine wichtige Komponente bei der Schalldämmung darstellen, und bei dem üblichen Geräuschpegel in einer Kita auch einen Beitrag zur Entlastung der Erzieherinnen leisten.
"Kinderlärm ist Zukunftsmusik" freute sich Marc Adomat und dankte der Kirchengemeinde dafür, dass sie die Investition getätigt hat. Pfarrer Hans Höroldt, Geschäftsführer des Kita-Verbundes wies auf die Perspektive hin, die Kita zu einem Familienzentrum zu entwickeln.
Nach sieben Monaten Umbau-Zeit können die 47 Kinder des "Evangelischen Kindergartens Otto-Grimm-Straße" wieder in ihre gewohnte Umgebung in der der Nachbarschaft der Christuskirche mitten in Leverkusen zurückkehren. Im Auftrag des Gesamtverbandes Evangelischer Kirchengemeinden Leverkusen und der Ev. Kirchengemeinde Wiesdorf wurde das Fundament des 1930-32 errichteten denkmalgeschützten Baus komplett saniert und die Kindertagesstätte aufwändig modernisiert.
Die Kosten für diese Baumaßnahme betragen zirka 400.000 Euro für die Kernsanierung des Gebäudeabschnittes und werden vom Gesamtverband Ev. Kirchengemeinden Leverkusen getragen, der Eigentümer des Gebäudes ist. Für die Um- und Ausbaumaßnahmen zur Modernisierung der Kindertagesstätte fallen zirka 250.000 Euro an, die seitens der Evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Wiesdorf getragen werden. An diesen Kosten beteiligen sich der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Leverkusen mit 121.500 Euro.
Künftig werden in der vom Kirchlichen Verbund zum Betrieb evangelischer Kindertagesstätten und Familienzentren im Kirchenkreis Leverkusen geführten Einrichtung zwei Gruppen mit Kindern auch unter drei Jahren auf 363 qm betreut. Nach dem Umbau verfügt jede Gruppe über einen zusätzlichen Nebenraum, außerdem entstand ein Mehrzweckraum für Bewegung, Spiel oder auch kreative Angebote. Weiterhin wird täglich ein frisches Essen zubereiten; das ist ein besonderes Anliegen der Eltern und freut die Kinder. Neu ist auch, dass die Kinder durch eine Glastür beobachten können, wie ihr Essen gekocht wird.
Betreut werden Kinder aus 15 verschiedenen Nationen, wobei das Miteinander der vielen Kulturen und Religionen als große Bereicherung empfunden wird.
Mit der interkulturellen Arbeit möchte  die Kindertagesstätte ihre Toleranz und Weltoffenheit unterstreichen. Als evangelische Kindertageseinrichtung leistet die Kita die tägliche Arbeit mit den Kindern auf der Basis christlicher Grundwerte, deshalb ist das Angebot eines regelmäßigen Gottesdienstes in der Christuskirche selbstverständlich.